Einladung zum 1. Mai-Fest bei den "Drei Jungfern"


Die Blaskapelle Üchtelhausen lädt jährlich am 1. Mai alle Musikliebhaber, Wanderfreunde und Radler zu ihrem traditionellen Freilandkonzert ein, das in bewährter Weise auf dem beliebten Waldspielplatz "Drei Jungfern" stattfindet. Dazu gibt es die bekannten Spezialitäten zu familienfreundlichen Preisen. Angezapft wird um 10 Uhr, die Musik erklingt ab 12 Uhr. Egal wie das Wetter an diesem Tag sein wird, die Blaskapelle tritt auf jeden Fall in Aktion und erfreut die Gäste mit Ihrem Spiel. Der idyllisch gelegene Festplatz, zu dem aus allen Richtungen schöne Wanderwege führen, zählt an diesem Tag zu den beliebtesten Ausflugszielen im Schweinfurter Oberland.

Der erhoffte Erlös dient der Schüler- und Jugendarbeit, die im Verein oberste Priorität einnimmt. Demzufolge gilt es, dem Musikantennachwuchs eine optimale Ausbildung zu ermöglichen, die Freude und Selbstsicherheit beim Musizieren mit sich bringt, damit letztendlich ein gutes Zusammenspiel im Ensemble gelingt. Außerdem wird bei den verschiedenen Auftritten Gemeinschaftssinn und Heimatverbundenheit vermittelt.

Zum Stichwort "Heimat" sei nebenbei bemerkt:

Wesentlich verknüpft mit der Blaskapelle Üchtelhausen ist der Begriff "Heimat" in vielerlei Facetten. Die Musikanten setzen sich nicht nur für die Volksmusik- und Brauchtumspflege ein, sondern sie vermitteln durch ihre Klänge gefühlsmäßige Heimatgedanken. Seit 1740 prägt die Üchtelhäuser Dorfmusik neben den staatlichen und kirchlichen Institutionen, als älteste "Musikvereinigung" das charakteristische Erscheinungsbild der örtlichen Gemeinde. Selbst die einheitliche Kleidung, welche die Musikanten zu ihren Auftritten tragen - es handelt sich hier um eine Nachbildung der Schweinfurter Gautracht - ist nach außen hin ein sichtbares Bekenntnis zur Heimat.

Auch Sie können Ihre Verbundenheit zur Brauchtumspflege mit einem Besuch der oben angekündigten Veranstaltung, bei der die Musikanten ein Stück Heimat lebendig darstellen, zum Ausdruck bringen. Schnüren Sie also am 1. Mai Ihre Wanderstiefel oder "satteln" Sie das Fahrrad und ziehen Sie hinaus in die grünende Natur und genießen Sie dabei unsere schöne Heimat.

Und wo genau findet man die "Drei Jungfern"?

Von Schweinfurt aus kommend, verlaufen beiderseits im Wald entlang der Kreisstraße in Richtung Bad Königshofen, jeweils ab Sport- und Freizeitbad Silvana, Wildpark an den Eichen, Deutschhof und Höllental, wunderschöne Wanderwege bis zum Festplatz. Nach dem Waldaustritt an der Straßenabzweigung nach Üchtelhausen liegt rechts der Waldspielplatz "Drei Jungfern".

Und auf der linken Seite am Waldrand befindet sich, in Hecken versteckt ein steinernes Kreuz, das an die "Drei Jungfern" erinnert. Was es damit auf sich hat, das hielt der frühere Kaplan Willibald Müller in einem Büchlein "Religiöses Brauchtum und Volkskunde in Üchtelhausen" im Jahr 1944 fest. Diese Aufzeichnung, die mit liebevoll gemalten Bildern geschmückt ist, hat die damalige Schülerin Gertrud Niklaus (verheiratete Pöhlmann, heute wohnhaft in Madenhausen) im Auftrag des Kaplans in schöner Handschrift mit folgendem Text ausgeführt:

"Steinkreuz "An den Heiligen Aeckern" droben bei den "drei Jungfern" auf Zeller Gemarkung."

"Droben an der Staatsstraße vor der Abzweigung der Straße nach Uechtelhausen steht am Waldrand gegen Zell zu das Mordkreuz."

Die "Heiligen Aecker" grenzen am Wald an. Es ist ein stark versunkenes Steinkreuz und von dichtem Unterholz umgeben, sodaß es nur schwer sichtbar ist. Der Sandstein des Kreuzes ist schon sehr stark verwittert. Von der Inschrift läßt sich noch entziffern:

Anno
1601
30. MARTII ..... ALHIR
MARGARETE ......(K)ÖNIGSHOFRN
IEMERLIG . ER(MOR)DET
LIGT ZU SWEINFURT BEGRABEN.


Nach alter Überlieferung (Gg. Hahn "Chronik der Stadt Schweinfurt II. 1818. S. 329) sind hier im Jahre 1601 zwei Mädchen von Königshofen ermordet worden. Ein zweites Steinkreuz, das noch errichtet gewesen sein soll, ist nicht mehr vor-handen. Die alten Leute im Dorf erzählen von drei "Jungfern", die nach einem Tanzvergnügen an dieser Stelle ermordet wurden. Die dort etwas ansteigende Staatsstraße wird heute noch "Drei Jungfern" genannt."


"100 Jahre Schweinfurter Volksfest"
mit der Üchtelhäuser Blaskapelle


Schweinfurt, eine moderne Stadt voller Leben mit romantischem Flair, feierte vom 12.06. bis 22.06.2009 sein 100-jähriges Volksfestjubiläum. Am 13. Juni 1909 veranstaltete die Stadt ihr erstes Volksfest, verbunden mit einer Volkstrachtenschau auf dem Bleichrasen. Damals wie heute war und ist bei solchen Gelegenheiten die Blasmusik unverzichtbar, denn sie stellt einen beliebten und wichtigen Bestandteil der Traditionspflege dar. Und weil es bekanntlich schon seit vielen Jahren in Schweinfurt - das mag für eine Weltstadt wie Schweinfurt etwas paradox klingen - keine Blaskapelle mehr gab, bekam die Üchtelhausen Musikanten immer öfter die Chance, dort bei verschiedenen Gelegenheiten ihr Können unter Beweis zu stellen. Offensichtlich haben die Üchtelhäuser diese Herausforderungen gut gelöst, denn sie durften inzwischen schon seit nahezu vier Jahrzehnten zu allerlei Anlässen, wie Empfängen und Festlichkeiten im Rathaus, größere Einweihungen, Straßenfesten (seit 25 Jahren), Weihnachtsmärkten (35 Auftritte) und natürlich auch Stimmungsmusik auf dem Volksfest mit Märchenparaden (12 mal), die dazu passende Musik spielen. Auch viele Schweinfurter Vereine, Organisationen, Pfarreien und Geschäfte profitierten im Laufe der Zeit von dieser musikalischen Verbindung zu ihrer Stadt. Die Üchtelhauser sind in Schweinfurt immer ein gern gesehener Gast, wenn es um die Interpretation origineller Blasmusik geht. Als "heimliche Stadtkapelle" - so nennen Insider die Üchtelhäuser Musikanten - durften sie natürlich beim 100-jährigen Volksfestjubiläum keineswegs fehlen. Die Musikanten spielten deshalb am 12.06.2009 zum Festauftakt ab 17.00 Uhr an der "Schmankerl Hüttn" zünftig auf, wenn Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser zusammen mit dem Bay. Innenminister Joachim Herrmann das Jahrhundertfest mit Bieranstich eröffneten. Zudem beteiligten sich die Musikanten gemeinsam mit der Jugendblaskapelle Üchtelhausen am darauf folgenden Tag beim Historischen Festzug, der sich ab 12.30 Uhr mit ca. 1.100 Mitwirkenden vom Marktplatz in Richtung Volksfestplatz in Bewegung setzte.

Die nächsten "Schweinfurter Gastspiele" der Blaskapelle Üchtelhausen folgten am 21. Juni, beim Bürgerfest Deutschhof im Wildpark an den Eichen und am 25. Juli, beim Pfarrfest St. Maximilian Kolbe.

Im Juli 2009
Heinrich Neugebauer
"275 Jahre Dorfmusik in Üchtelhsuen"


Ein 275-jähriges Jubiläum können sicher nur wenige Musikkapellen vorweisen. Umso mehr war es für die Blaskapelle Anlass, dieses Ereignis im Jubiläumsjahr 2015 gebührend zu würdigen. Den Höhepunkt stellte dabei sicherlich das Jubiläumsfest im Juli im alten Ortskern von Üchtelhausen dar. Die musikalische Untermalung an diesem Festtag übernahmen einige Musikgruppen, mit denen die Blaskapelle seit Jahren freundschaftlich verbunden sind und mit denen vielfältige Kontakte entstanden sind. Als Rahmenprogramm war u.a. auch das Bauernmuseum mit einer Sonderausstellung von alten Musikinstrumenten und sonstigen Utensilien aus den letzten 275 Jahren Dorfmusik zu besichtigen. Weitere Höhepunkte in diesem für die Blaskapelle so besonderem Jahr waren das Neujahrsanblasen, das Probenwochenende mit Franz Tröster sowie der musikalische Ausflug zum Winzerfest in Bingen.


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Internetauftritt: Andreas Mai,               
Blaskapelle: Lothar Mai, Tel.: 09720/865,    info@blaskapelle-uechtelhausen.de